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Rote Augen

(gerötete Augen)
von Onmeda-Ärzteteam

1.  Definition

Definition

Rote Augen (gerötete Augen) können viele Ursachen haben. Hin und wieder treten rote Augen bei fast jedem mal auf, sind aber nicht zwangsläufig ein Grund zu Sorge. Denn in den meisten Fällen ist die Ursache harmlos (z.B. zu wenig Schlaf) und die roten Augen bessern sich von selbst.

Anders sieht es jedoch aus, wenn rote Augen über einen längeren Zeitraum bestehen, oder gerötete Augen gleichzeitig mit anderen Symptomen auftreten, wie zum Beispiel:

Treten bei Ihnen rote Augen zusammen mit solchen Symptomen auf, sollten Sie die möglichen Ursachen zeitnah ärztlich abklären lassen. Das gilt auch für gerötete Augen, die nach ein bis zwei Tagen noch keine Besserung zeigen.

Falls Sie neben geröteten Augen unter plötzlichen, sehr starken Kopfschmerzen leiden und ausserdem Beschwerden wie Sehstörungen, Augenschmerzen und Übelkeit beziehungsweise Erbrechen auftreten, sollten Sie umgehend einen Augenarzt oder eine Augenklinik aufsuchen oder die Ambulanz (114) rufen. Denn es kann sich hierbei um eine Notfall-Situation wie ein akutes Glaukom handeln. Warten Sie keinesfalls bis zum nächsten Tag.

Mit eine der häufigsten Ursachen für rote und juckende Augen sind Bindehautentzündungen als Folge von Augeninfektionen oder Allergien.

Ein geplatztes Äderchen im Auge (ein sog. Hyposphagma) kann zwar ebenfalls rote Augen bewirken und sieht auf den ersten Blick je nach Ausmaß oft erschreckend aus, ist aber meist harmlos. Augenschmerzen oder andere Beschwerden treten bei geplatzten Äderchen normalerweise nicht auf. Ähnlich einem blauen Fleck heilt die Bindehautunterblutung in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab.

Haben Sie jedoch häufiger rote Augen durch geplatzte Äderchen, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen – ein Arztbesuch ist in diesem Fall zu empfehlen. Der Arzt kann klären, ob zum Beispiel ein zu hoher Blutdruck dahintersteckt. Auch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder eine Gerinnungsstörung kann geplatzte Äderchen in der Bindehaut und dadurch gerötete Augen begünstigen.

Rote Augen (gerötete Augen) können ein- oder beidseitig auftreten. Sie entstehen, wenn sich die Blutgefässe im Auge weiten und das Augenweiss dadurch rot erscheinen lassen. Die Ursachen für rote Augen können in Reizungen oder Überanstrengung liegen, wie zum Beispiel durch:

  • Schlafmangel
  • trockene Luft
  • Staub
  • Tabakrauch
  • Klimaanlagen
  • Sonnenstrahlung
  • falsche Handhabung von Kontaktlinsen
  • Kosmetika

 

Aber auch folgende Ursachen können rote Augen hervorrufen:

 

Geplatzte Äderchen im Auge (Hyposphagma)

Eine häufige Ursache für rote Augen sind geplatzte Äderchen im Auge, genauer gesagt in der Bindehaut des Auges. Mediziner sprechen hierbei von einem Hyposphagma. Bei einem geplatzten Äderchen im Auge rötet sich das Auge je nach Ausmass mehr oder weniger stark, es treten jedoch keine weiteren Symptome wie Augenbrennen oder -jucken auf.

Rote Augen (gerötete Augen) können viele Ursachen haben. Um eine Diagnose zu stellen, betrachtet der Arzt Ihr Auge und untersucht es gegebenenfalls näher, beispielsweise mit einer Spaltlampe. Um die mögliche Ursache einzugrenzen, stellt er Ihnen ausserdem verschiedene Fragen, wie zum Beispiel:

  • Seit wann haben Sie die roten Augen?
  • Hatten Sie früher schon mal rote Augen?
  • Nehmen Sie Medikamente ein?
  • Haben Sie noch andere Symptome? Zum Beispiel:

Ob rote Augen (gerötete Augen) behandelt werden müssen, hängt von der jeweiligen Ursache ab. Häufig führen zum Beispiel zu wenig Schlaf oder eine Überanstrengung der Augen (z.B. durch Arbeit am PC) zu roten Augen. In solchen Fällen reicht es in der Regel, sich ein wenig mehr Ruhe zu gönnen. Eine konkrete Therapie ist hier normalerweise nicht erforderlich.

In anderen Fällen wie zum Beispiel bei einer Allergie oder bei Augeninfektion können rote Augen jedoch behandlungsbedürftig sein. Bei einer bakteriellen Infektion des Auges können gegebenenfalls antibiotische Tropfen oder Augensalben zum Einsatz kommen – diese sind aber nicht in jedem Fall erforderlich. Rote – und häufig auch juckende oder brennende – Augen im Rahmen einer Allergie (z.B. Heuschnupfen) lassen sich mit Augentropfen behandeln, die ein Antihistaminikum als Wirkstoff enthalten.

Gerötete Augen können auch durch Fremdkörper entstehen. Falls sich Fremdkörper im Auge befinden (z.B. Sandkorn oder Staub), können Sie das Auge vorsichtig mit Wasser ausspülen. Oft reicht dies schon, um die Beschwerden zu lindern.

 

Vorsicht bei Fremdkörpern im Auge:

Lässt sich ein Fremdkörper nicht raus spülen oder handelt es sich um Fremdkörper, die mit Verletzungen des Auges einhergehen, wie zum Beispiel Glas-, Metall- oder Holzsplitter, müssen diese vom Arzt entfernt werden. Versuchen Sie in diesen Fällen nicht, den Fremdkörper selbst zu entfernen, sondern rufen Sie den Notarzt (114) oder lassen Sie sich zu einer Augenklinik bringen.

Falls Sie zu zweit sind, können Sie gegebenenfalls einen Schutzverband über beide Augen anlegen. Dazu legt der Ersthelfer eine keimfreie Wundauflage ohne Druck auf das betroffene Auge und fixiert sie vorsichtig und ohne Druck mit einer Mullbinde. Auch bei einseitigen Augenverletzungen sollte der Verband immer über beide Augen laufen – dadurch bewegen sich die Augen weniger und zusätzliche Augenreizungen werden verhindert.