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SkiverleihWas gilt bei der Skimiete?

Fast die Hälfte der Skifahrer carvt auf gemieteten Brettern. Fragen und Antworten dazu.

Kann man die Mietski früher zurückbringen, wenn man einen Unfall hatte?
von aktualisiert am 18. Januar 2018

Das Sportgeschäft empfiehlt mir, eine besondere Skiversicherung abzuschliessen. Ist das sinnvoll?
Wer Ski mietet, kann sich häufig für zehn Prozent des Mietpreises gegen Diebstahl und Skibruch versichern lassen. Sinnvoll ist das aber selten. Denn gegen Diebstahl muss sich der Eigentümer absichern, also der Skivermieter. Und das Risiko eines Skibruchs ist bei normaler Fahrweise gering.
 

Ich habe ein beliebtes Skimodell gemietet. Nach dem Après-Ski habe ich dann prompt ein falsches Paar erwischt. Hafte ich für diese Verwechslung?
Kann sein. Wie beim Diebstahl trägt zwar grundsätzlich der Eigentümer das Risiko für eine Verwechslung. Wenn Sie die Verwechslung aber verschuldet haben – zum Beispiel weil Sie die Ski im angeheiterten Zustand nicht mehr auseinanderhalten konnten –, sind Sie dem Sportgeschäft gegenüber schadenersatzpflichtig.
 

Ich habe für fünf Tage Ski gemietet. Am zweiten Tag habe ich mir aber den Arm gebrochen. Kann ich die Ski zurückgeben und das Geld für die restlichen drei Tage zurückverlangen?
Massgebend sind zunächst die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Skivermietung. Sie sehen häufig vor, dass man die Mietski bei einem Unfall unter Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses zurückgeben kann – allenfalls gegen eine Annullierungstaxe. Dasselbe gilt meist auch bei Krankheit oder anderen schwerwiegenden Gründen wie der Tod naher Angehöriger oder Mitreisender. Wenn es keine AGB gibt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen zur Miete. Sie sehen vor, dass man den Mietvertrag mit einer Frist von drei Tagen auf einen beliebigen Zeitpunkt kündigen kann. Vorausgesetzt, es liegen wichtige Gründe vor, die man weder voraussehen konnte noch verschuldet hat.
 

Wegen schlechten Wetters wurden die Skilifte am Mittag abgestellt. Kann ich verlangen, dass mir nur die Hälfte der Ski-Mietkosten verrechnet wird?
Auch hier sind die AGB der Vermieter relevant. Anders als nach einem Unfall erhalten Sie wegen schlechten Wetters aber kaum je das Geld zurück – selbst wenn Sie die Mietdauer nicht vollständig nutzen konnten.
 

Weil die Bindung meiner Mietski falsch eingestellt war, bin ich gestürzt und habe mir das Kreuzband gerissen. Kann ich das Sportgeschäft haftbar machen?
Ja. Während die Unfallversicherung für die Heilungskosten aufkommt, können Sie weitere Schäden (etwa Annullierungskosten für die Ferienwohnung, Kosten für das nutzlos gewordene Skibillett) beim Sportgeschäft geltend machen. Wenden Sie sich schriftlich ans Geschäft und beziffern Sie Ihre Forderung mittels Belegen.

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Müssen Sportgeschäfte einen Kleber der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) auf die Mietski anbringen, wenn sie die Bindung eingestellt haben?
Nein, eine solche «Skivignette» ist freiwillig und hat keinen Einfluss auf die Versicherungsleistungen bei einem Unfall. Sportgeschäfte, die den BfU-Kleber anbringen, haben sich verpflichtet, die Skibindungen mit einem genormten Gerät einzustellen.
 

Das Sportgeschäft will mir nachträglich die Kosten für einen Service verrechnen, weil ich bei den Mietski einen Kratzer verursacht haben soll. Ist das rechtens?
Kaum. Für Kratzer, die Sie im Rahmen eines üblichen und sachgemässen Gebrauchs und auf markierten Pisten verursachen, haften Sie nicht. Bestreiten Sie also die Forderung.
 

Meine Mietski waren super. Deshalb möchte ich sie dem Sportgeschäft abkaufen. Erhalte ich eine Garantie auf die Ware?
Das ist gut möglich. Bei Occasionsware kann der Verkäufer die gesetzliche Garantiefrist von zwei Jahren auf ein Jahr reduzieren. Er kann sie auch ganz ausschliessen. Das muss der Verkäufer aber ausdrücklich tun. Wenn Sie nichts Spezielles vereinbaren, gilt die zweijährige Garantiefrist.